Es soll Künstler*innen geben, die man sofort in eine Ecke stellen, in eine Schublade stecken oder mit einem Stempel versehen kann. Kann man machen, muss man aber auch wollen. Wollen wir nicht. Genau deshalb ist Alex Mayr eine Künstlerin, die uns gefällt. Sie mach Musik nach ihren eigenen Vorstellungen und emanzipiert sich von vorhandenen Genrekonstruktionen. Was gefällt setzt sich durch und wird durch Inspiration und die eigenen Sprache Alex Mayrs geformt. Organisch, ohne Pomp und Gloria, dafür ehrlich und anziehend. Das Aufwachsen in einer der ländlichen Gegenden Niedersachen und Ausbruch aus diesem Leben, der mit dem Start der Karriere als Musikerin einherging sind bis heute prägende Erfahrungen. Als Freigeist in der institutionalisierten Musikwelt hat sie es zunächst nicht leicht, doch mit ihrem Weggefährten, Trommler, Texter und Mit-Songschreiber Konrad Henkelüdeke schafft sie es, den ihr innewohnenden vielfältigen Klang, endlich auch nach außen zu tragen. Mit diesem landen die Beiden unter anderem auch auf Alben von Casper und Irie Révoltés bis im November 2015 die erste eigene EP „Gut gegen böse“ erscheint. Die Homogenität ihrer Musik spiegelt sich in der EP wieder. So ordnen sich die Songs irgendwo im Spektrum zwischen düsterer Melancholie und schrillem, beatgetragener guter Laune ein.