Tauben machen Gurr und Gurr machen tanzbaren Garage-Pop, der Bilder der Küste Kaliforniens hervorruft. Gurr ist eine Band, die es sich zum Ziel gemacht hat, dass ihre Zuhörer*innen unbeschwert zu ihrer Musik tanzen können. Frei von dem Zwang der Perfektion ist auch ihre Musik. Die poppigen Vocals der zwei Berlinerinnen werden gepaart mit Gitarren, die auf Wellen zu reiten scheinen, ohne sich dabei einer bestimmten Nostalgie entziehen können. So klang ihr Debutalbum „In my Head“, welches im Oktober des letzten Jahres erschien, zwar nach der Freiheit schier endlos langer unbefahrener Landstraßen, doch in Teilen auch immer nach noch längeren Nächten in Rock’n’Roll-Kneipen, die ihre besten Tagen schon gesehen haben. Wer bei Gurr eine Gurrlband erwartet, liegt gleichzeitig richtig und falsch.