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Was man(n) nicht sieht

Wer bist du und was wirst du uns auf dem lunatic Festival 2018 zeigen?

Wir sind Frauen. Wir sind jung und noch kinderlos und sind selber Kinder unserer Mütter. Wir schätzen die Leistung unserer Mütter. Aber was bedeutet es eigentlich eine Mutter in unserer heutigen Gesellschaft zu sein?

Das war die Ausgangsfrage, der wir drei jungen Frauen – Cathy, Anna und Sophie – auf den Grund gegangen sind. Wir mögen die Farbe Rot. Unsere Performance, die wir beim lunatic Festival zeigen werden trägt den Namen „Was man(n) nicht sieht“. Wir drei studieren Performative Künste an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und haben letzten Sommer die Performance gemeinsam entwickelt. Im Zentrum unserer Arbeit steht ein rotes Auto, das von uns angetrieben und umspielt wird. Das Publikum sitzt dabei im Inneren des Autos und übernimmt die Führung.

Wie würdest du deine eigene Kunst beschreiben und was willst du mit ihr bewirken?

Wir als Kollektiv suchen in der Gesellschaft nach Rollenbildern, die wir mit unserer Kunst beleuchten. Dabei kommen wir immer wieder an einen Punkt, an dem wir die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft hinterfragen. In unserer Arbeitsweise legen wir viel Wert darauf, Recherchearbeit zu betreiben und führen Interviews mit Personen, deren Biografie zu unserem Material wird.

Warum ist ein Festival ein guter Rahmen für deine Kunst und dich?

Wir auf einem Festival! Festival bedeutet Spaß, gute Laune, Feiern, Sonnenschein, Leute kennenlernen. Aber nicht nur, wie auf dem lunatic Festival! Das lunatic festival bedeutet auch Kunst sehen und Kunst machen. Wir wollen unsere Kunst zeigen, aber auch die Kunst anderer sehen. Wir wollen inspiriert werden und euch inspirieren. Wir wollen uns mit euch austauschen. Mit einem ROTwein in der Hand. Oder eher festival-like mit einem Bier.